Philipp Krebs


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2006

Archiv

Rennberichte 2006

Rundstreckenrennen Dijon

15. und 16. April 2006


Sehr gut vorbereitet reiste ich nach Dijon zu den ersten zwei Meisterschaftsrennen dieser Saison. Das Qualifikationstraining zum ersten Rennen verlief schon mal vielversprechend: Startplatz 6 von 26 Piloten. Auf die erste Startreihe verlor ich nur gerade einige wenige Zehntelssekunden.

Rennen1: Der Start verlief gut, so dass ich in der ersten Kurve schon auf Angriff fahren konnte. Leider überschätzte ich mich und musste eine weite Linie fahren. Dadurch verlor ich ein paar Plätze verloren, konnte aber das Rennen dank gesundem Kampfgeist auf dem 7. Rang beenden. Auf die schnellste Rennrunde verlor ich nur zwei Zehntelssekunden (1. Stadler, 2. Ryf, 3. Hedinger).

Das Qualifying für das zweite Rennen verlief ebenfalls gut: Startplatz 6.

Rennen 2: Eineinhalb Stunden vor dem Rennen regnete es noch, so dass man mit der Reifenwahl sehr lange warten musste. Bis auf einige wenige Piloten entschieden sich wie ich alle für Trockenreifen. Bei Rennbeginn war die Strecke immer noch sehr feucht. Der Start verlief super, ich konnte mich auf den vierten Platz nach vorne schieben. Mit fünf anderen Piloten konnte ich mich ein bisschen von den restlichen Fahrern absetzen. Da ich diese (feuchten) Verhältnisse liebe, griff ich wieder voll an. Leider musste ich in der Folge aber noch einen Abstecher ins Kiesbett machen und verlor so den Anschluss zur Spitze. In der verbleibenden Zeit schaffte ich es aber wieder, bis auf 2 Sekunden an die Gruppe heran zu fahren. So beendete ich dieses Rennen auf dem 6. Rang. Was ohne meinen Ausritt möglich gewesen wäre, stimmt mich optimistisch. Auf die schnellste Rennrunde verlor ich nur gerade 0.06 Sekunden

(1. Zumstein, 2. Perroud, 3.Leutenegger).

Am kommenden Sonntag, 23. April 2006, geht’s bereits mit dem Slalom in Frauenfeld weiter. Drückt mir die Daumen!

Mit sportlichen Grüssen

Slalom Frauenfeld

23. April 2006

Wie habe ich mich auf diesen Slalom gefreut, konnte ich doch als Favorit nach Frauenfeld reisen. Nach dem Sieg im letzten Jahr in Ambri durfte ich mir berechtigte Hoffnung auf eine gute Platzierung machen.

Die Trainings verliefen recht gut und stimmten mich diesbezüglich zuversichtlich.

Nach dem ersten Rennlauf lag ich an fünfter Stelle. Weil bei diesem Slalom nur der bessere Lauf zählt und der zweite Lauf aufgrund der warmen Reifen und Bremsen bekanntlicherweise jeweils schneller ist, liess ich es im zweiten Durchgang richtig „fliegen“. Leider erlaubte ich mir im zweiten Lauf einen sagenhaften „Verbremser“ und musste einen zeitraubenden Umweg fahren. So zählte letztendlich die Zeit aus dem ersten Lauf, weshalb ich nur noch den 14. Rang erreichen konnte … echt ärgerlich!

Eine super Leistung zeigte hingegen Sabine Amweg mit ihrem tollen vierten Rang, zu welchem ich ihr herzlich gratuliere (1. Ryf, 2. Wüst, 3. Wolf).

Auf ein Neues beim Rundstreckenrennen in Varano (I) vom 13. – 14. Mai 2006!



Mit sportlichen Grüssen

Philipp Krebs 807

Rundstreckenrennen Varano


13/14.Mai 2006

Es hat schon Rennberichte gegeben, die habe ich lieber geschrieben und dabei hatte doch alles so gut angefangen.

Im ersten Quali am Samstagmittag – es war sehr warm – bin ich noch mit alten Pneus gefahren (Platz 11). Ich wusste, dass am Sonntagmorgen in Quali 2 die besseren Zeiten gefahren werden. So habe ich auch die neuen Pneus für dieses Zeittraining gespart. Die Rechnung ging auf – Startplatz 5. Es fehlten mir nur gerade 0.38 Sekunden für die Pole und winzige 0.18 Sekunden für die erste Startreihe. Das war wirklich nicht schlecht. Der Plan schien aufgegangen zu sein.

Aber dann der erste Schreck: die Kupplung, die ich auf diese Saison neu eingebaut hatte, war defekt. Noch waren es 1 ½ Stunden bis zum Rennen. Was dann Markus Müller, Bruno Schneider und Remo Dubach leisteten, war rekordverdächtig. Motor ausbauen, Getriebe abschrauben, Kupplung ersetzen und wieder alles zusammen- und einbauen. Dies alles in einer Stunde und keine Minute länger!

Herzlichen Dank, euch Drei!

Natürlich wollte ich mich für diese Arbeit auch noch mit einem guten Rennen bedanken. Der Start verlief gut und ich konnte meine Position verteidigen. In der zweiten Runde konnte ich Matthias Hedinger überholen. Dann folgte gleich der Kampf um Position 3. Ich war dann wohl ein bisschen zu optimistisch. Reto Wüst und ich berührten sich, so dass ich das Rennen in Kiesbett aufgeben musste.

Leider wurde damit auch Matthias Hedinger aus dem Rennen gerissen ...

Sorry, Mäthu!

Das Positive am ganzen Rennwochenende war, dass ich ein gutes Quali fahren konnte. Das war ja bis anhin bekanntlich meine grösste Schwäche.

Jetzt muss ich das in den weiteren Rennen nur noch umzusetzen wissen. Es gibt bestimmt noch eine Gelegenheit, mich mit einer guten Platzierung für die super Arbeit von Markus, Bruno und Remo bedanken zu können.

Mit sportlichen Grüssen

Philipp Krebs 807


Rundstreckenrennen Dijon 2

10. und 11. Juni 2006
Nach dem Unfall in Varano war die Zeit zu knapp, um das Auto für das Rennen in Most (Tschechien) bereit zu stellen. Dafür hatte ich dann Zeit, für die Rennen in Dijon (Frankreich) alles zu vermessen und einzustellen. Die Carrosserie Baumann in Burgistein hat den Clio sehr gut instand gestellt - Herzlichen Dank!

Das Wetter in Dijon war sehr heiss, so dass schnelle Zeiten für jeden nur ein Wunschtraum blieb. Es wurde am Samstag und am Sonntag je ein Rennen gefahren. Ich wusste, dass ich in dieser Saison einen grossen Fortschritt gemacht hatte. Die Frage stellte sich, ob ich auch bei solchen Asphalttemperaturen, welche die Pneus sehr schnell zum schmieren und das Fahrzeug stark zum Untersteuern bringen, bestehen konnte. Leider waren da keine grossen Sprünge zu entdecken. Einzig im ersten Quali erreichte ich Startplatz 6. Leider konnte ich im Rennen diese gute Startposition nicht umsetzen. Ich hatte schon sehr bald das oben erwähnte, unliebsame Problem, so dass ich am Schluss auf Rang 10 zurück fiel.

Im Quali für Rennen 2 reichte es gerade für Startplatz 12. Das war seit langer Zeit mit Abstand die schlechteste Startposition für mich. Dass alle Fahrer zeitmässig sehr nahe aufeinander waren und ich mit einer um 0.4 Sekunden besseren Zeit wieder auf Platz 6 gewesen wäre, erfreute mich auch nicht so richtig. Ich hatte noch zwei neue Pneus für das Rennen. Bei diesen Temperaturen hätte ich Sie sicher nach wenigen Runden ruiniert gehabt, so dass ich mich für nicht mehr ganz neue Reifen entschied.

Nach dem Start hatte ich dann noch das Pech, dass sich Milan Haering vor mir drehte. Mit einer Bremsung konnte ich einen Unfall verhindern. Dadurch gab es natürlich Positionsverluste. Am Schluss resultierte Rang 14 mit extrem schmierenden Pneus. Das war wirklich nicht mein Wochenende.

Top 3

1. Lauf: 1. L. Ryf, 2. F. Yerly, 3. Ch. Stadler
2. Lauf: 1. Ch. Stadler 2. L. Ryf 3. R. Wüest

Mit sportlichen Grüssen

Philipp Krebs 807


Rundstreckenrennen Hockenheimring (D)
8. und 9. Juli 2006
Auf Wunsch von Philipp habe ich diesen Rennbericht ausnahmsweise selber verfasst und gerne geschrieben (er ist auch deshalb vielleicht ein bisschen länger).

Der Fussball-WM zum Trotz fuhren mein Sohn Patric und ich am Samstag in zügiger Fahrt – bei den Baselbietern jedenfalls hat’s frühmorgens schon geblitzt! – an den Hockenheimring, um vor allem Philipp persönlich zu unterstützen, aber auch Motorsport-Spektakel live und bei schönstem Sommerwetter zu geniessen.

Allen, die – aus welchem Grund auch immer – nicht dabei waren, sei gesagt, dass der Hockenheimring nur gerade 360 km von Spiez entfernt und in rund 4 Autobahn-Stunden erreichbar ist. Ausserdem besteht an solchen Nationalen Rennen freier Zugang zu sämtlichen geöffneten Tribünen (Sachs-Kurve und Mercedes-Benz), zum Fahrerlager und sogar zur Boxengasse!

Im Fahrerlager angelangt, wurden wir von Philipp, René Schnydrig (Schrauber und Mental-Trainer) und dessen Freundin Fränzi herzlich begrüsst. Im näheren Umfeld durften wir auch andere bekannte Gesichter begrüssen, so Markus Müller 1 (Mechaniker), Fritz Mathys und Marcel Wolf (je mit Anhang) und Markus Müller 2 (Schläppi Motorsport).

. Quali: Samstag, 08.07.2006, 1015 – 1040 (trocken, 21°C)

In der 1. schnellen Runde bereits Probleme bei der Einfahrt ins Motodrom, Fahrzeug übersteuert ziemlich stark. Aus dem gleichen Grund in der zweiten Runde dann der Ausflug ins Kiesbett, wodurch – wie sich später herausstellt – ein Achsschenkelbolzen an der Hinterachse gekrümmt wird und schnellere Zeiten verunmöglicht werden: 16. Startplatz für das 1. Rennen.


1. Rennen: Samstag, 08.07.2006, 1715 – 1745 (trocken, 26°C)

Sehr guter Start. An den beiden vorausfahrenden Kontrahenten gibt’s vor der ersten Kurve aber kein Durchkommen. Philipp kämpft und kommt – auch dank einigen Ausfällen in den vorderen Rängen – noch auf den 10. Platz.

Dominierend: 1. Lukas Ryf, 2. Pascal Bron, 3. Reto Wüst

Abend: Gemeinsames Nachtessen im griechischen Spezialitäten-Restaurant „Delphi“ in Hockenheim. Sehr empfehlenswert und vielleicht war der gesellige Abend mit René, Fränzi, „Müku“, Pädu und Tom auch motivierend … wer weiss?


2. Quali: Sonntag, 09.07.2006, 1050 – 1120 (trocken, 26°C)

Hoffnungslos schmierend und dementsprechend untersteuernd … der Grieche hat offenbar überhaupt nichts genützt. Erst kurz vor Schluss des Qualifiyings ein kleiner Lichtblick: aus der 10. Runde resultiert der 15. Startplatz.


2. Rennen: Sonntag, 09.07.2006, 1510 – 1540 (trocken, 31°C)

Philipp ist hypernervös, wir lassen ihn in Ruhe. Super Start … bis zur 1. Kurve hat er bereits 2 Plätze gutgemacht. Er arbeitet sich weiter nach vorne und hat zeitweise harte Fights mit den Konkurrenten … hervorragender 6. Rang!

Rabenschwarzes Pech und Rennabbruch hingegen für Marcel Wolf, Hünibach (technisch bedingter Unfall) und Markus Müller, Frutigen (technischer Defekt).

Dominierend: 1. Lukas Ryf, 2. Reto Wüst, 3. René Leutenegger


Mit sportlichen Grüssen und bis bald am Bergrennen in Ayent-Anzère (VS)

Tom Fischer to 807



Slalom Interlaken
12. August 2006

Der Slalom von Interlaken ist aus meiner Sicht einer der schönsten, zählt aber nicht zur nationalen Speed Trophy. Trotzdem wollte ich auch bei diesem Rennen einen möglichst guten Platz herausfahren. Leider spielte das Wetter etwas verrückt. Sonne und Regen wechselten sich fast im Halbstunden-Takt ab.

Das erste Training musste mit Regenpneus gefahren werden. Da ich Regen liebe, verwunderte es eigentlich niemanden, dass ich in diesem Lauf der Schnellste war.
Im zweiten Training trocknete es sehr schnell ab und eigentlich hätte ich „Slicks“ aufziehen sollen. Da es aber noch einige feuchte Stellen hatte, entschied ich mich, nochmals mit Regenpneus zu fahren. Diese Entscheidung erwies sich im Nachhinein als falsch und es verwunderte deshalb niemanden, dass ich sehr viel Zeit auf die Schnellsten verlor.

Eine halbe Stunde vor dem ersten Rennlauf wusste noch niemand der insgesamt sieben Clio-Fahrer, welche Pneus montiert werden sollen. Die Sonne kam wieder einmal, so dass die Strecke sehr schnell abtrocknete. Nun montierten alle Konkurrenten auf Trockenreifen. Da ich nicht wusste, wie es wettermässig im zweiten Lauf aussehen wird, riskierte ich im ersten Lauf etwas zuviel und verlor hier und da etwas Zeit. Aber auch die andern Piloten kamen nicht fehlerfrei durch den ersten Parcours. So musste der zweite Lauf über Sieg oder Niederlage entscheiden. Im zweiten Durchgang riskierte ich gegenüber dem 1. Lauf etwas weniger, oder besser gesagt: zu wenig! Trotzdem reichte es mir für den 2. Schlussrang hinter Mathias Schläppi.

Ich bin zuversichtlich, dass dieses Resultat ein gutes Vorzeichen für mein Heimrennen am Gurnigel vom 9. und 10. September 2006 ist. Letztes Jahr konnte ich an diesem Rennen unter misslichsten Verhältnissen den 3. Schlussrang hinauffahren. Ich freue mich jedenfalls riesig auf den „Berg“ und hoffe für mich, dass die Strecke nicht gerade staubtrocken (J) ist. Euch wünsche ich schon jetzt ein tolles Rennspektakel und vor allem ein trockenes Plätzchen …

Mit sportlichen Grüssen

Philipp Krebs 807



Bergrennen Gurnigel
9. und 10. September 2006


An meinem Heimrennen erreichte ich „nur“ den siebten Rang.

Bei schönem und warmem Wetter konnte das Gurnigelrennen doch noch durchgeführt werden, was ja lange Zeit in Frage gestellt war. Dem Verein Bergrennen Gurnigel und seinen treuen Helfern möchte ich an dieser Stelle für ihren Enthusiasmus und die tolle Arbeit „DANKE“ sagen!

Nun zu mir und meiner nicht ganz so tollen Arbeit. Da es sich offenbar schon ein bisschen herum gesprochen hat, dass ich ein „kleiner“ Regenspezialist bin, war nicht nur ich gespannt, was ich mit diesen spätsommerlichen Verhältnissen umgehen werde. Letztes Jahr konnte ich bei Regen bekanntlich den dritten Platz herausfahren. Nur zwei Fahrer, welche einen Lauf wiederholen durften, konnten mich damals schlagen.

Nach dem ersten Training – mit der sechstbesten Zeit – habe ich schon gemerkt, dass es sehr hart werden wird, in die vorderen Ränge vorzustossen. Auch im zweiten Trainingslauf erreichte ich den sechsten Rang. Den dritten Trainingslauf musste ich leider abbrechen, weil ein Fahrer in der Zielkurve verunfallt war.

Beim ersten Rennlauf am Sonntagmittag machte ich keine zeitraubenden Fehler und erreichte den siebten Zwischenrang. Diese Leistung konnte ich im zweiten Lauf leider nicht verbessern, so dass ich mich mit dem 7. Schlussrang geschlagen, aber auch zufrieden geben musste.

Gewonnen hat Lukas Ryf vor René Leutenegger und Matthias Hedinger. Beste Dame war Sabine Amweg mit dem tollen achten Platz. Herzliche Gratulation!

Obwohl ich mir persönlich lieber etwas Regen gewünscht hätte, hat das schöne Herbstwetter für die Organisatoren, Helfer und die zahlreichen Zuschauer absolut gepasst und das ist auch gut so.

Bei meinen Sponsoren, dem “100er-Club“ und den vielen applaudierenden Zuschauer möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Es war wieder ein super Renn-Wochenende an meinem Hausberg.

Hoffen wir auf das 38. Gurnigelrennen und freuen uns darauf!

Mit motorsportlichen Grüssen



Philipp Krebs 807




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