2010
Slalom Interlaken
8. Mai 2010
Sieg nur knapp verpasst!
Eigentlich ist der Slalom von Interlaken mein Lieblings-Slalom. Leider war die Organisation dieses Jahr aber alles andere als Top. Zuerst verlangten die Veranstalter, dass die Fahrer im Renault Classic Cup die Besichtigung, das Training und die Rennläufe unmittelbar nacheinander absolvieren. Abgesehen davon, dass eine solche Forderung absolut reglementswidrig ist, hätte so auch keine Möglichkeit bestanden, zwischen dem Training und dem Rennen noch allfällige Reparaturen am Fahrzeug vorzunehmen. Das Reglement schreibt diesbezüglich klar einen mindestens 30-minütigen Unterbruch vor. Nach ein paar Diskussionen wurde uns diese Pause dann doch noch gewährt.
Leider war das noch nicht genug des Ärgers: unsere beiden Trainingsläufe mussten wir ohne Zeitmessung absolvieren. Wenn man bedenkt, dass der Slalom von Interlaken in Sachen Startgeld einer der teuersten ist, bleibt nur zu hoffen, dass es eine Rückerstattung gibt.
Das Tüpflein auf dem berühmten „i“ war dann noch die fehlende Rangverkündigung. Erst im Verlauf des Sonntags konnte man sich im Internet schlau machen, welchen Rang man am Freitag erreicht hatte.
Jetzt zum Fahren. Mein Training verlief gefühlsmässig nicht schlecht, aber eben: keine Zeitmessung, keine Bestätigung. Ich wollte unbedingt eine Top-Leistung erbringen. Schliesslich weilten unter den Zuschauern einige meiner Sponsoren und auch das eine oder andere Mitglied des 100er-Clubs war anwesend. Vielen Dank für die Unterstützung!
Wie immer zählt beim Slalom nur der schnellere von zwei Rennläufen Der erste Lauf verlief recht gut, aber ich verspürte noch Steigerungspotenzial. Im 2. Lauf hatte ich dann ein wenig Pech. Der Pilot vor mir hatte ungefähr in der Hälfte des Parcours ein Problem und setzte seinen Lauf rund 20 Meter vor mir fort. Ich befürchtete, dass ich diesen Fahrer bis zum Ziel noch einholen werde und konnte mich nicht mehr voll auf meinen Lauf konzentrieren. Prompt unterlief mir ein grober Fehler, indem ich in einer Passage den falschen Gang eingelegt hatte und beinahe neben einem Tor vorbeifuhr. Mit einer zeitraubenden Korrektur konnte ich mich noch retten und im Ziel fehlten mir nur gerade 0.2 Sekunden zum Sieg … schade!
Gewonnen wurde das Rennen von Thomas Zürcher. Hinter mir wurde Thomas Schaffner guter Dritter. Herzliche Gratulation!
Mit sportlichen Grüssen
Philipp Krebs 858